Die Geschichte unserer Schule
Gymnasium am Mühlenweg


Quelle: unbekannt

Ursprünglich gehörten die Gebäude unserer Schule zu einem großen Kasernenkomplex.
Das Bild zeigt den Reichspräsidenten Hindenburg beim Abnehmen einer Parade
auf dem Exerzierplatz, unserem heutigen Schulhof.




Stammbaum unserer Schule



Rüstringer Reform-Realgymnasium

Das Rüstringer Reform-Realgymnasium ist hervorgegangen aus zwei Bürgerschulen in Bant und Heppens. Bis zur Gründung dieses Gymnasiums schickten die Rüstringer ihre Söhne auf die Wilhelmshavener Oberschulen, die aber schon mit Wilhelmshavener Schülern ausgelastet waren und die Rüstringer ablehnten.
Aus diesem Grunde entstand im Jahre 1914 in der Stadt Rüstringen eine weiterführende Schule in der Form eines Reform-Realgymnasiums unter oldenburgischer Verwaltung. Schon während des Ersten Weltkrieges bezog das Reform-Realgymnasium ein neues Gebäude am Rathausplatz in der Nachbarstadt Wilhelmshaven. Das neue geräumige Schulgebäude stand auf dem Gelände der heutigen Hauptpost.
Im Jahre 1918 fand im neuen Schulgebäude die erste Reifeprüfung statt und der erste Schulleiter dieses Gymnasiums war Dr. Wortfeld, er führte die Schule bis 1920. Im Jahre 1938 wurde das Rüstringer Reform-Realgymnasium in die Admiral Scheer-Schule umbenannt und hatte zusätzlich die Schüler des 1937 geschlossenen Kaiser-Wilhelms-Gymnasium aufgenommen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das stattliche Schulgebäude am Rathausplatz schwer beschädigt und nach dem Krieg wurde es endgültig abgerissen und die heutige F Hauptpost auf dem Gelände errichtet.
Als Schule ging das Rüstringer Reform-Realgymnasium / die Admiral-Scheer-Schule nach dem Krieg in der Vereinigten Oberschule für Jungen auf. Die Vereinigte Oberschule für Jungen nutzte seit 1945 die von der englischen Besatzungsmacht dafür freigegebenen leer stehenden Kasernengebäude am Mühlenweg.





Kaiser-Wilhelms-Gymnasium

Das Kaiser-Wilhelms-Gymnasium war das erste humanistische Gymnasium in Wilhelmshaven. Es entstand aus einer von Pfarrer Langheld 1871 gegründeten Privatschule (höhere Knabenschule), weil Wilhelmshaven und mit der Stadt auch die Schülerzahl wuchs.
Die wachsende Schülerzahl erforderte den Ausbau der Schule- damit verbunden war auch die Übernahme der Privatschule durch die Stadt Wilhelmshaven.
Vorher schickte man die Gymnasiasten an die Lateinschule nach Jever. 1882 wurde sie als staatliches Gymnasium anerkannt. 1887 konnten die ersten Schüler ihr Abitur ablegen. Im Mai des Jahres 1904 bekam es offiziell den Namen Kaiser-Wilhelms-Gymnasium.
Die spätere Humboldt-Schule sieht sich in der Tradition des Kaiser-Wilhelms-Gymnasium. Das Schulgebäude (jetzt Windenergie-Institut) steht noch in der Nähe des heutigen Busbahnhofes. Dort kann man über dem Portal noch den Schriftzug "Kaiser-Wilhelms-Gymnasium" lesen.





Oberrealschule

Im Jahre 1874 wurde eine höhere Wilhelmshavener Knabenschule gegründet.
Seit 1885 nutzte diese höhere Knabenschule ein Gebäude in der Kronenstraße (heute Allertstraße). Ab 1896 wurde der Lehrplan dieser höheren Knabenschule auf Realschulniveau erweitert und seit 1901 war sie auch eine staatlich anerkannte Realschule.
Die stetig zunehmende Schülerzahl erforderte ein neues Schulgebäude, welches 1906 an der Ecke Peter-/ Prinz-Heinrich-Straße (heute Mozartstraße) neu gebaut wurde. Mit dem Umzug 1906 erfolgte auch der Aufbau der Realschule zur Oberrealschule , d.h. die Schüler konnten die Schule mit der Hochschulreife abschließen. Der erste Direktor im neuen Gebäude war Richard Hengst.
Im Jahr 1907 wurde der Oberrealschulturnverein gegründet und eine aktive Rudergruppe trainierte mit selbstgebauten Booten. Vier Jahre später wurde der Verein ehemaliger Oberrealschüler (OeV) gegründet.
Nach dem Ersten Weltkrieg, im Jahre 1922, wurde ein Ehrenmal für die gefallenen Lehrer und Schüler aufgestellt. Heute befindet sich dieses in Gebäude 65 unserer Schule vor dem Lehrerzimmer.
1938 wurde die Oberrealschule in Dietrich-Eckart-Schule umbenannt und im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil des Schulgebäudes fast völlig zerstört. Der stehen gebliebene Teil des Schulgebäudes beherbergt heute die Feuerwehr, aber eine Gedenktafel an der Mauer erinnert heute an die Geschichte des Gebäudes als Oberrealschule Wilhelmshavens. Als Schule ging die Oberrealschule/Dietrich-Eckart-Schule nach dem Krieg in der Vereinigten Oberschule für Jungen auf. Die Vereinigte Oberschule für Jungen nutzte seit 1945 die leer stehenden Kasernengebäude am Mühlenweg.





Humboldt-Schule

Humboldt-Schule, Gymnasium in Wilhelmshaven, benannt nach Freiherr Wilhelm von Humboldt, 1767 - 1834, dem Humanisten und Begründer der vergleichenden Sprachwissenschaften. Die Schule entstand 1954 nach der Teilung der Vereinigten Oberschule für Jungen in einen naturwissenschaftlich-mathematischen Zug und einen sprachlichen Zug. (Mit der Reform der gymnasialen Oberstufe 1976 wurde diese Aufteilung aufgehoben, die beiden Schulen blieben bestehen). Die HS erhielt ihre Unterrichtsräume in einem ehemaligen Kasernenblock am Mühlenweg, der im Luftkrieg 1944 beschädigt worden war und nach dem Kriege noch teilweise bis 1952 für Wohn- und Gewerbezwecke verwendet wurde. 1953 wurde damit begonnen, das 1912-13 entstandene Gebäude als Schule herzurichten. Dadurch wurden die erforderlichen Klassen, Lehrer- und Direktorzimmer, Zeichen- und Musiksaal, eine Hausmeisterwohnung, schließlich ein Chemie- und Biologiesaal und eine Aula geschaffen. Seit 1954 sind die Eltern der Schüler der HS Mitglieder im Verein Inselheim Rüstringen. Im April 1956 erschien die erste Ausgabe der Schülerzeitung "Der Humboldter". 1966 wurden neue Chemieräume eingerichtet. 1978 besuchte das Orchester Wilhelmshavener Gymnasien, das jährlich Konzerte gibt, die USA. 1979 gab eine Theatergruppe der HS ihr Debut mit Sean O'Caseys Einakter "Das Ende vom Anfang". Zum 25jährigen Jubiläum verwandelten die Schüler am "Tag der offenen Tür" ihre Schule in ein "Wiener Cafehaus". Auf einer Feierstunde wurde des vor 100 Jahren gegründeten Kaiser Wilhelms-Gymnasiums gedacht, aus dem die HS hervorgegangen ist. Seit 1970 besteht die Partnerschaft der HS mit dem Lycee Kleber in Straßburg. Direktoren der HS: Oberstudiendirektor Dr. Helmut Bindseil 1954 bis 1962, Oberstudiendirektor Dr. Klaus Becker 1962 bis 1972, seit 1972 Oberstudiendirektor Gerd Gerdes. Die Schule hat zur Zeit(1985) ca. 670 Schüler und 75 Lehrer.


Quelle: Wilhelmshavener Heimatlexikon der Brune Druck- und Verlagsgesellschaft.




Max-Planck-Schule

Max-Planck-Schule (MPS), Gymnasium in Wilhelmshaven, benannt nach dem bedeutenden deutschen Physiker Max Planck (1858 - 1947). Sein Portrait, ein Geschenk der Max-Planck-Gesellschaft, befindet sich im heutigen Hauptgebäude der Schule im ersten Stock. Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Schulbetrieb in Wilhelmshaven wieder aufgenommen wurde, bezogen die Oberschulen ein Kasernengebäude am Mühlenweg, wo zunächst im Schichtunterricht Jungen und Mädchen unterrichtet wurden, Anfang der 50er Jahre hatte die Vereinigte Oberschule für Jungen bereits mehr als 1000 Schüler; der Gedanke einer Teilung kam auf, damit die Schülerzahl überschaubar blieb. Diese Teilung wurde am 1.4.1954 vorgenommen, und es entstanden die sprachlich humanistisch orientierte Humboldtschule und die mathematisch naturwissenschaftliche Oberschule für Jungen, die MPS. Die MPS verblieb im Gebäude der Vereinigten Oberschule (Mühlenweg 65), das durch die Einrichtung von zahlreichen Fachräumen den räumlichen Anforderungen eines Gymnasiums weitgehend gerecht werden konnte. 1974 wurde vom Schulträger das benachbarte Kasernengebäude zu Unterrichtszwecken angemietet. Die Schule sieht sich als Nachfolgeschule der Wilhelmshavener Oberrealschule. Eine Gedenktafel im ersten Stock des Hauptgebäudes erinnert an die in den Weltkriegen gefallenen Lehrer und Schüler dieser Schule. Seit 1969 besuchen auch Mädchen die MPS, wobei sich die Koedukation zunächst nur zögernd durchsetzte. Die Reform der gymnasialen Oberstufe in Niedersachsen hatte ab 1976 zur Folge, daß die mathematisch-naturwissenschaftliche Orientierung aufgehoben wurde. Nicht zuletzt aufgrund der Initiativen zahlreicher Lehrer und Eltern ist die MPS seit ihrer Gründung dem Inselheim Rüstringen auf Wangerooge, dem Schullandheim der MPS und der Humboldtschule, in besonderer Weise verbunden. Im Jan 1960 erschien an der MPS die erste Ausgabe der Schülerzeitung "reflex", hergestellt im Buchdruckverfahren mit einer Auflage von durchschnittlich 1000 Exemplaren. Ihr folgten bis zum Feb 1970 weitere 17 Ausgaben, die mehrfach landesweite Auszeichnungen für die beste Schülerzeitung erhielten. Eine Theatergruppe der Schule hatte mit verschiedenen Inszenierungen beachtliche Erfolge(aufgeführt wurden: Goldoni "Mirandolina", Lope de Vega "Die Sklavin ihres Geliebten", Tschechow "Der Heiratsantrag", "Der Bär", Tichy "Xenia und Alexander", "Ein Fremder kam nach Samarkand", Tirso de Molina "Don Gil von den grünen Hosen" und Cervantes "Der Teufel von Salamanca"). Zu den herausragenden sportlichen Erfolgen gehört u, a. der Bundessieg im Fünfkampf der Mädchen, der 1983 im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin erzielt wurde. 1985 konnten die Mädchen in der Altersgruppe von 14 bis 16 Jahren an den Erfolg von 1983 anknüpfen, während die Jungen in der Altersgruppe von 13 bis 14 Jahren zweiter wurden. Durch den Doppelerfolg wurde die MPS bundesweit die erfolgreichste Schule in den leichtathletischen Disziplinen. Schulleiter der MPS: 1954 Oberstudiendirektor Dr, Edwin Notholt. 1954 bis 1976 Oberstudiendirektor Dr. Günther Wilbrandt, seit 1976 Oberstudiendirektor Walter Lenk. Die Schule hatte 1985 ca. 580 Schüler und 60 Lehrkräfte.


Quelle: Wilhelmshavener Heimatlexikon der Brune Druck- und Verlagsgesellschaft.




Das Gymnasium am Mühlenweg enstand 1993 durch die Zusammenlegung der damaligen Humboldt- und Max-Planck-Schule.





Bilder aus dem Privatbesitz von Herrn Hugo Stockter,
mit dessen Erlaubnis wir diese Bilder veröffentlichen.

Bilder aus dem Privatbesitz von Herrn Hugo Stockter,
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Quelle: Bilderarchiv der Stadt Wilhelmshaven,
mit dessen Erlaubnis wir diese Bilder veröffentlichen.

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mit dessen Erlaubnis wir diese Bilder veröffentlichen.

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