| Athen, GaM - Kursfahrt, aber wohin? Mathematik - welches Land steht mit diesem Fach in Verbindung und wäre somit als unser Reiseziel geeignet? JEDES oder auch KEINES! Somit ließen wir uns im Herbst 2008 von Herrn Dirks Begeisterung für Griechenland mitreißen und Athen wurde schließlich als Reiseziel unserer Studienfahrt gewählt und beschlossen. Als begleitende weibliche Lehrkraft konnte Frau Fuchs geworben werden.
Fast ein Jahr später wurden unsere Pläne dann realisiert und wir starteten am Samstag, dem 8. August 2009, um 22.00 Uhr vom Hauptbahnhof Wilhelmshaven unsere einwöchige Reise nach Griechenland. Erst am Sonntagmittag sollten wir unser Hotel in Athen erreichen, denn die Nacht auf den Sonntag mussten wir auf dem Flughafen in Hannover verbringen. Wir gestalteten diese Wartezeit ganz individuell - ob lesend, Füße in einem Brunnen plantschend, Fußball vor der Abflughalle spielend oder ganz einfach nur schlafend. Um 6.50 Uhr schließlich startete unser Flugzeug, wobei es für Jana und Dennis ihr erster Flug überhaupt war. Man könnte daher meinen, dass beide voller Erwartung die Welt von oben sehen wollten. Dennis schlief trotzdem!
Angekommen in Athen erlebten wir Temperaturen, die wir nur aus Herrn Dirks "Warnungen" kannten. Unser erstes Ziel in Athen war ein kleines Hotel in Glyfada, einem noblen Vorort von Athen. Wir bezogen die Zimmer - glücklicherweise alle mit Klimaanlage - und erholten uns von der langen Reise. Um 20.00 Uhr griechischer Zeit hatten wir unser erstes "Meeting", bei dem unter anderem der nächste Tag detailliert geplant wurde. Anschließend verließen wir das Hotel und waren erstaunt, wie belebt die Straßen auf einmal waren, denn am Nachmittag noch war "unser" Stadtteil wie ausgestorben. Auf der Suche nach einer Essensmöglichkeit fanden wir den Traum vieler Schüler, eine Fastfood-Ecke mit Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut und McDonalds. Der Hunger der vergangenen Nacht konnte nun endgültig durch "Pizza unlimited" gestillt werden. Spätestens jetzt trafen zwei Sprachen aufeinander. Wir kramten also unser gebrochenes Schulenglisch heraus und bestellten Mais, Pilze, Schinken und Ähnliches für unsere Pizzen.
Da wir in einem Vorort Athens wohnten, begannen wir den nächsten Tag wie fast alle folgenden mit einer ca. einstündigen Straßenbahnfahrt in das Zentrum Athens.
Diese Fahrten jedoch waren nie langweilig, weil sie entlang der Küste führten und immer wieder neue, wunderschöne Eindrücke vermittelten. Unser Besuchs- und Exkursionprogramm begannen wir mit einer ca. zweistündigen Standrundfahrt im Doppeldeckerbus. Anschließend amüsierten wir uns über den Wachwechsel am Syntagma Platz. Die "Evzonen" der Präsidialgarde stehen und parlieren vor dem Parlamentsgebäude - alle mit Strumpfhosen, Röcken und Schuhen mit plüschigen Bommeln bekleidet. Besonders erwähnenswert ist der für uns recht komisch anmutende "Storchengang" dieser Männer.
Nach dem Besuch der Athener Altstadt - der Plaka - und dem weltberühmten archäologischen Museum mit seinen wahrhaftig fantastischen Exponaten war dann am späten Nachmittag unser Exkursionsprogramm des ersten Tages beendet, so dass wir den Rest des Tages "Freizeit" hatten, die die meisten von uns nutzten, um im azurblauen Meer Abkühlung zu suchen und zu finden. Am Abend dann beschlossen wir, "Original Griechisch" zu essen. An dieser Stelle "Danke" an Dennis und seine Spürnase, die uns zur perfekten Taverne brachte. Ein Vergleich mit dem deutschen Griechen war nicht möglich. Es war anders, aber trotzdem sehr schmackhaft. Die besagte Taverne sollte dann auch zur beliebtesten Anlaufstelle der nächsten Abende werden.
Am Dienstag besuchten wir unter anderem die Attraktion Athens schlechthin - die Akropolis mit dem zugehörigen, 2009, eröffneten neuen Akropolismuseum.
Die Akropolis ist tatsächlich eine einzigartige Attraktion, die uns alle tief beeindruckte. Das Museum dagegen erzielte unterschiedliche Wirkungen. Im Gegensatz zu anderen von uns fand Stefan das Museum jedenfalls so spannend, dass er beim Beschauen der zahllosen Skulpturen, Fresken, Vasen und anderen Exponaten die Zeit vergaß und sich im Museum verlor, so dass sein Aufenthalt daher etwas länger dauerte als geplant. Zum Glück fand er den Ausgang dann schließlich doch noch, so dass wir gemeinsam den wunderschönen Ausblick von der Akropolis auf Athen genießen konnten. Am Abend ging es mit einem eigens für uns angemieteten Bus entlang der Küste mit atemberaubenden Ausblicken auf das Ägäische Meer zum Poseidontempel am Cap Sounion - jenem Ort, an dem sich der Legende nach Athens König Ägeus von einer Klippe hinunter in das später nach ihm benannte Meer stürzte, nachdem er irrtümlicherweise annahm, dass sein Sohn Theseus bei seinem abenteuerlichen Aufenthalt auf Kreta(Minotaurus, Ariadne…) umgekommen sei.
Am Cap Sounion angekommen, sahen wir, dass wir nicht die einzigen waren, die sich den Tempel und den dort so eindrucksvoll erlebbaren Sonnenuntergang anschauen wollten. Zusammen mit vielen Touristen aus aller Herren Länder genossen wir beeindruckende Ausblicke auf die attische Küstenlandschaft und die von einem tatsächlich sehr schönen Sonnenuntergang vermittelte Stimmung.
Am folgenden Tag stand zunächst ein Bummel durch Piräus auf dem Programm. Nach einer Busfahrt durch die steilen und engen Straßen dieser Hafenstadt besuchten wir den bekannten Fisch- und Fleischmarkt und den Hafen, in dem neben unzähligen kleinen und großen Yachten auch die Fähren und Kreuzfahrtschiffe zu sehen sind, die von hier aus zu den griechischen Inseln in See stechen. Anschließend besichtigten wir in Athen die Überreste der griechischen und römischen Agora - zentrale Marktplätze und bedeutende Versammlungsorte des antiken Athens.
Am Donnerstag hatten wir "frei" und jeder von uns verlebt den Tag auf seine Weise. Die einen verbrachten den Tag am Strand, die anderen nutzten ihn zum Einkaufen und Bummeln in Athen oder Glyfada.
Am Freitag dann scheuchte uns Herr Dirks noch einmal kreuz und quer durch Athen, um die eine oder andere versteckte Sehenswürdigkeit schließlich auch noch zu entdecken und zu erkunden. Der Höhepunkt dieses Tages war zweifelsohne der Aufstieg zum Lykavittoshügel - dem höchstgelegenen Ort der Stadt. Nach dem Erklimmen vieler Stufen und einer abschließenden Fahrt mit einer kleinen Seilbahn konnten wir vom Gipfel des Hügels schließlich eine fantastische Aussicht über Athen bis weit in die attische Halbinsel hinein genießen. Unseren langen, letzten Tag in Athen ließen wir alle gemeinsam dann zusammen mit Herrn Dirks und Frau Fuchs bei einem "Italiener" ausklingen.
Samstag um 10.30 Uhr begann schließlich unsere Rückreise, nachdem sich einige von uns ein letztes Mal beim griechischen McDonalds gestärkt hatten. Auch wenn die meisten von uns gerne noch etwas länger geblieben wären, mussten wir am frühen Nachmittag schließlich schweren Herzens ins Flugzeug steigen und die Reise zurück ins kalte Wilhelmshaven antreten.
Im Namen der gesamten Gruppe danken wir Herrn Dirks für die lockere Atmosphäre während unseres Aufenthaltes in Athen und für die gute Planung einer sehr schönen Studienfahrt.
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