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Das Fach Politik - Wirtschaft
Vorbemerkung: Die Fachgruppe Politik-Wirtschaft am Gymnasium am Mühlenweg umfasst zum Schuljahresbeginn 2007/2008 insgesamt fünf Kolleginnen und Kollegen sowie zwei Referendarinnen und einen Referendar, die das Fach unterrichten. Ein Kollege unterrichtet fachfremd. Orientiert an den gültigen Rahmenrichtlinien für das Fach Politik sowie an den "Curricularen Vorgaben für das Fach Politik-Wirtschaft" für die Jahrgänge 8-10 hat die Fachgruppe folgendes Konzept beschlossen: 1. Anstaltslehrplan (Arbeit in der Sekundarstufe I und II) 1.1. Schuljahrgänge 8-10 (künftig für G8 durchgehend 2 Stunden/Woche) Die Mitglieder der Fachgruppe Politik orientieren sich an den Vorgaben der Rahmenrichtlinien vom August 1997 (aktuelle Klassen 9 und 10) sowie am "Kerncurriculum für das Gymnasium (Schuljahrgänge aktuelle Klasse 8 bzw. künftige Klassen 8-10). Die Rahmenrichtlinien sehen insgesamt 6 Lernfelder vor, die jeweils durch ein verbindliches Schlüsselproblem erschlossen werden: Lernfeld 1 Öffentlichkeit und politische Beteiligung (Schlüsselproblem: Herrschaft und politische Ordnung) Lernfeld 2 Arbeit und Konsum (Schlüsselproblem: Ökonomie und Umwelt) Lernfeld 3 Information und Kommunikation (Schlüsselproblem: Technologischer Wandel) Lernfeld 4 Europa (Schlüsselproblem: Frieden und Gewalt) Lernfeld 5 Alltagswelt und soziale Beziehungen (Schlüsselproblem: Verhältnis der Geschlechter und Generationen) Lernfeld 6 Die Eine Welt (Schlüsselproblem: Soziale Ungleichheiten) Das eingeführte Lehrbuch "Mensch und Politik SI (Schroedel-Verlag)" besitzt im Unterricht eine zentrale Funktion. Seine Konzeption orientiert sich an den Lernfeldern und stellt das wesentliche Arbeitsmaterial zur Verfügung. Ergänzt wird dieses durch aktuelles Material (Zeitungsartikel/ Zahlenmaterial/Wahlplakate/Wahlanalysen etc.). Das 2006 herausgegebene Kerncurriculum Politik-Wirtschaft 8-10 gilt im Schuljahr 2006/2007 aufsteigend von der Jahrgangsstufe 8. Die zu erwerbenden Kompetenzen im Fach Politik-Wirtschaft sind verbindlich. Ziel ist "die Vermittlung eines Fundamentums politischer und ökonomischer Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bis zum Abschluss des Sekundarbereiches I, auf welchem der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe aufbauen kann." (Kerncurriculum S. 15) Die Kompetenzen werden in der Auseinandersetzung mit acht verbindlichen Themen erworben:
Der schuleigene Arbeitsplan sieht folgende Themen-Reihenfolge für den Jahrgang 8 vor: " "Was ist Politik"? Einführung in das Fach Politik-Wirtschaft über ein Rollenspiel (Lehrbuch S. 6-13) " "Politik im Nahbereich" (aktueller Fall aus der Kommunalpolitik/ggf Kommunalwahl/Wahlen zum JuPA/ Kommunalpolitik (S. 16-41 LB)) " "Leben in der Familie" - Familie heute/Familie vor 100 Jahren - Jugendliche in der Wirtschaft - Jugendliche als Käufer - der Konsum der Familie - Handy-Beispiel " "Auf dem Weg zur Mündigkeit" Stellung des Jugendlichen in der Rechtsordnung 1.2 Sekundarstufe II Klasse 11/Vorstufe Für den Unterricht im Jahrgang 11 stehen dem Fach Politik seit 2005/2006 nach der Stundentafel nur noch 2 Wochenstunden zur Verfügung. Zwei Rahmenthemen sind für die Vorstufe obligatorisch: Rahmenthema 1: Arbeit und Strukturwandel/ Arbeit und wirtschaftlicher Wandel (Schlüsselproblem: Technologischer Wandel/"Ökonomie und Ökologie"/"Verhältnis der Geschlechter und Generationen") Rahmenthema 2: Politik und Wirtschaft in der EU Schlüsselprobleme:"Ökonomie und Umwelt"/"Herrschaft und politische Ordnung" Rahmenthema 1 (1. Halbjahr): Arbeit und Strukturwandel Ausgangspunkt der RR Politik ist die in dieser Altersgruppe einsetzende Reflexion über eine Lebens- und Berufsperspektive. Vor dem Hintergrund eines sich immer rascher vollziehenden wirtschaftlichen Wandels setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit vielfältigen Veränderungen in der Erwerbsarbeit auseinander, die den Auswirkungen von technologischem Wandel und einem sich verschärfenden Wettbewerb als Folge der Globalisierung ausgesetzt ist. Als thematische Schwerpunkte sind verbindlich: " "Auswirkungen des Strukturwandels auf die Arbeitswelt", " "Der Betrieb im Wirtschaftskreislauf" " "Die Wirtschaftsordnung der Sozialen Marktwirtschaft". Die Arbeit im Unterricht ermöglicht die Wiederaufnahme von Themen aus der Sekundarstufe I auf dem Niveau der Klasse 11 und eröffnet neue Themenfelder unter Aspekten wie "Beruf und Zukunft", "Leben und Arbeiten in der Sozialen Marktwirtschaft", "Wandel der Arbeitswelt am Beispiel von Industrie- und Dienstleistungsbetrieben", "Neue Anforderungen für Arbeitnehmer", "Arbeitslosigkeit und mögliche Strategien zu ihrer Bekämpfung" u.a.m.. Dem Themenkomplex "Berufswahl" kommt in diesem Halbjahr überdies eine besondere Bedeutung zu, die im Abschnitt "schulspezifische Schwerpunkte" dargelegt ist. Rahmenthema 2 (2.. Halbjahr): Politik und Wirtschaft der EU Schwerpunkt der Arbeit im zweiten Teil des Schuljahres ist die Auseinandersetzung mit Sinn, Richtung und Tempo des europäischen Integrationsprozesses. Auch hier ist der Ausgangspunkt zum einen der eigene Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler (Besuche im EU-Ausland/Schüleraustausch etc.), zum anderen die Auswertung von künftigen beruflichen Perspektiven und Lebensplanungen innerhalb eines erweiterten politischen und wirtschaftlichen Lebensraumes, der vielfältige Möglichkeiten, jedoch auch veränderte Anforderungen mit sich bringt. Weitere thematische Schwerpunkte sind " Aktuelle ökologische und sozioökonomische Probleme im Rahmen der EU " Deutschland in der EU " Quo vadis EU? 1. 3 Kursstufe 1.3.1 Die Oberstufenreform mit dem sog. Zentralabitur führt ab dem Schuljahr 2006/2007 zu einer landesweit gültigen Vorgabe sowohl der Kursthemen als auch der Reihenfolge der Kursthemen. Für die vorgeschriebenen Inhalte der Abiturprüfung im Fach Politik (Abitur 2009) ergeben sich sog.thematischen Schwerpunkte, die gesondert auf der Homepage aufgeführt sind. 2. Schulspezifische Schwerpunkte und Besonderheiten 2.1 Sek.I Der seit dem Schuljahr 2006/2007 bereits in Klasse 8 beginnende Unterricht im neuen Fach Politik-Wirtschaft trifft durchweg - besonders in der Anfangsphase - auf großes Interesse bei den Lernenden. Sich mit "politischen" und "wirtschaftlichen" Inhalten beschäftigen zu können, die bis dahin in den anderen Unterrichtsfächern eher von untergeordneter Bedeutung bzw. den Gesprächen von Eltern oder älteren Geschwistern vorbehalten waren, ist für viele reizvoll und somit eine Chance für den politischen Unterricht, die es zu nutzen gilt. Eine zentrale Aufgabe des Unterrichtes in den Jahrgangsstufen 9 und 10 besteht u.a. darin, die Schülerinnen und Schüler mit der Nutzung von Medien vertraut zu machen. Dazu gehören zum einen die Printmedien, mit Hilfe derer gelernt werden soll, politische Berichterstattung, politische Texte zu verstehen, sie mit anderen zu vergleichen, aber auch zu kommentieren und zu bewerten. Für die Lernenden dieser Altersgruppe wird die politisch-soziale Wirklichkeit mehr noch transportiert durch die elektronischen Medien. Gelernt werden muss in dieser Altersgruppe, sich überhaupt auf Nachrichtensendungen und politische Magazinsendungen einzulassen und deren Bedeutung als Informationsquelle, aber auch als Instrument der Beeinflussung, aber auch der Überwachung zu erkennen und zu bewerten. Erste Schritte zur Erforschung der politisch-sozialen Wirklichkeit sind in dieser Altersstufe durchaus möglich. Gute Erfahrungen wurden gemacht mit Umfragen außerhalb der Schule (z.B. zum Thema "Jugend und Politik", zur Frage "Wie viel Zeit und Kraft wendet ein Kommunalpolitiker für seine Tätigkeit auf?"), deren Ergebnisse anschließend im Unterricht ausgewertet und für die Schulöffentlichkeit, aber auch für die stadtweite Öffentlichkeit (Lokalzeitung) zugänglich präsentiert worden sind. Der Besuch eines Kommunalpolitikers im Unterricht ist in dieser Klassenstufe durchaus sinnvoll, zumal er die Schülerinnen und Schüler besonders zu motivieren vermag, wenn dieser in einem engeren Zusammenhang mit dem Unterricht steht. (Themenkomplex "Wahlen", "Politik in der Gemeinde", "politische Institutionen", "Frieden und Sicherheit"). Die Besetzung des Jugendparlamentes mit Schülern der eigenen Klassen bzw. Kurse ist auch für den unterrichtenden Lehrer ein Erfolgserlebnis. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es durchaus gelingen kann, Schülerinnen und Schüler zur Kandidatur und zur Mitarbeit zu ermuntern, obwohl die Bereitschaft dazu nicht durchgängig bei allen Lernenden vorhanden ist. Der Unterricht im Fach Politik-Wirtschaft ermöglicht den Lernenden einen Einblick in die Rechtsordnung unseres Staates. So ist das Amtsgericht und die Teilnahme an einer Gerichtsverhandlung nicht nur ein "Außerschulischer Lernort", sondern bietet auch hier die Möglichkeit zur "Expertenbefragung" mit dem Vorsitzenden Richter bzw. dem Staatsanwalt über die Zusammenhänge, die wenige Augenblicke zuvor im Gerichtssaal verfolgt werden konnten. Eine sog. Jahrgangsabschlussfahrt in Klasse 10 nach Berlin ermöglicht zudem nicht nur einen Besuch bei Bundespolitikern des Wahlkreises, sondern gibt auch die Möglichkeit Einblicke in die Arbeit von Bundestag und Bundesrat zu nehmen. Die von den ortsansässigen Kreditinstituten veranstalteten sog. Börsenspiele erweitern für interessierte Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse im Bereich Wertpapiergeschäft und vertiefen die ersten Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge. 2.2 Sek.II Die Fachgruppe Politik am Gymnasium am Mühlenweg hat bereits 1994 von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, das Betriebspraktikum in den Unterricht der Klasse 11 einzubeziehen. Durch die Integration des studien- und berufswahlvorbereitenden Unterrichts (Verfügungsstunde) ergibt sich die Möglichkeit einer zeitlich angemessenen Vor- und Nachbereitung des Praktikums im Politikunterricht. Die Durchführung des Praktikums, d.h. die Betreuung der Praktikantinnen und Praktikanten liegt dabei ebenfalls in der Hand der Politiklehrerinnen und Lehrer. Zum Thema: Schülerbetriebspraktikum Die mit der Verlagerung des Praktikums von der Jahrgangsstufe 10 in die Jahrgangsstufe 11 gemachten Erfahrungen sind durchweg positiv. Obwohl von wenigen die verloren gegangene Möglichkeit der Berufsorientierung am Ende der Klasse 10 beklagt wird, überwiegt die Zustimmung zu diesem von den Rahmenrichtlinien intendierten Konzept angesichts der inhaltlich und organisatorisch vorteilhaften Einbindung in den Unterricht. (Vgl. auch Schaubild "Politikunterricht im Jahrgang 11"). Rückmeldungen aus den Betrieben machen deutlich, dass die Praktikantinnen und Praktikanten aufgrund ihres Alters besser eingesetzt werden können als Lernende der Klassen 10. Die Gesamtkonzeption des Halbjahres, in dem das Praktikum stattfindet, ermöglicht im Politikunterricht mehr projektorientiertes Arbeiten sowie Unterricht im Sinne von Öffnung von Schule. Der direkte Bezug zum Thema Arbeitswelt wird durch das Praktikum hergestellt. Bereits vor dem Praktikum findet ein Besuch des Abiturientenberaters des Arbeitsamtes im Unterricht statt. Er bietet u.a. Möglichkeiten, sich über den Stellenwert von Praktika aus der Sicht des "Experten" zu informieren, Beobachtungsaufträge zu vervollständigen, bzw. je nach Wunsch auch z.B. "Vorstellungsgespräche" im Unterricht zu simulieren. Der Gegenbesuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) findet meistens nach dem absolvierten Praktikum statt und bietet die Gelegenheit des Rückblicks auf gemachte Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Abiturientenberater. Die Nutzung des BIZ steht ansonsten im Mittelpunkt des Besuches. Hier geht es um die Vorstellung des vielfältigen Angebotes der Information und Beratung über Berufs- bzw. Studienwahl, von der die Schüler in den folgenden Jahren bis zum Abitur Gebrauch machen können. Die besondere Situation der Praktikantinnen und Praktikanten in Wilhelmshaven, die seit dem Schuljahr 99/2000 sich überwiegend selbstständig um einen Praktikumsplatz kümmern müssen, lässt den Wunsch nach "Marketing in eigener Sache" (Überschrift im neuen Band "Mensch und Politik 11") laut werden. Hier bietet es sich an, dieses Thema in den Politik-Unterricht aufzunehmen, bzw. das Angebot verschiedener Wilhelmshavener Geldinstitute wahrzunehmen, die die Schülerinnen und Schüler einladen zu einem sog. Bewerbertraining, das zwar auf freiwilliger Basis stattfindet, für das jedoch eine große Nachfrage besteht. Im Zusammenhang mit einer Öffnung des Unterrichts ist überdies das Thema "Betriebsbesichtigung" zu sehen. Diese Betriebsbesichtigungen wurden in der Vergangenheit für den gesamten Jahrgang 11 mit dem Volkswagenwerk in Emden bzw. mit dem Kranhersteller GROVE (jetzt MCG (MANITOWOC CRAN GROUP ) in Wilhelmshaven abgesprochen. Sie werden im Unterricht vorbereitet (Beobachtungsaufträge) und anschließend nachbereitet. Zum einen bietet diese Form der Betriebsbesichtigung die Möglichkeit, einen "Blick hinter Fabrikmauern" zu werfen und Arbeitsprozesse und - bedingungen "vor Ort" zu beobachten, zum anderen ermöglicht der Besuch im Automobilwerk den Vergleich von im Unterricht an "Originalmaterial" aus dem Lehrbuch erarbeiteten Zusammenhängen mit der Realität in der Fabrikhalle. Den einzelnen Fachlehrerinnen und -lehrern bleibt es überdies mit ihren Klassen selbst überlassen, ggf. zusätzlich "vor Ort" ähnliche Besichtigungen zu organisieren. Die mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht erarbeiteten Beobachtungsaufträge für ihren "Besuch in der Arbeitswelt" ermöglichen nach dem Praktikum die Erstellung eines Praktikumsberichtes, der die Resultate der dreiwöchigen Arbeit enthalten soll. Neben einer sich aus den Fragehorizonten ergebenden Gliederung des Berichtes, wird auch der Betrieb oder die Dienststelle vorgestellt. Ein "persönliches Schlusswort" soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben darzustellen, welche persönlichen Erfahrungen sie in dieser Zeit in der sich ändernden Arbeitswelt gesammelt haben. Die Anfertigung des Berichtes, der bereits auch bestimmten formalen Ansprüchen genügen muss, kann durchaus als eine Art "Training" für die 1 Jahr später zu erstellende Facharbeit angesehen werden. Dabei sind die Praktikumsberichte in ihrer Qualität recht unterschiedlich und sicherlich auch abhängig von der Qualität des Praktikumsplatzes, was bei der Bewertung mit berücksichtigt werden muss. Ausgewählte Resultate des Praktikums werden in schulöffentlicher Ausstellung präsentiert und somit Interessenten wie Lehrerinnen und Lehrern, nachfolgenden Klassen, aber auch Eltern bzw. den Praktikumsbetreuern aus den Betrieben zugänglich gemacht. Die Veränderung von Arbeitsstrukturen erfordert veränderte Qualifikationsprofile, die grundlegende Reformen in der beruflichen Erstausbildung, aber auch in der beruflichen Fort-und Weiterbildung mit sich bringen. In diesem Zusammenhang bereits häufig realisiert: Die Kontaktaufnahme mit Unternehmens- und Gewerkschaftsvertretern "vor Ort", um zusammen mit diesen die o.g. Veränderungen zu diskutieren und der Frage nachzugehen, wieweit der tiefgreifende Strukturwandel in der Arbeitswelt seinen Niederschlag im Arbeitsfeld Schule finden muss. Mit dem Besuch des sog. Hochschulinformationstages in Oldenburg und der damit verbundenen eintägigen Teilnahme am Hochschulbetrieb (Besuch von Vorlesungen/Seminaren) wird der studien- und berufswahlvorbereitende Unterricht seiner Bezeichnung gerecht. Für einen Tag haben alle Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs die Möglichkeit, Abläufe einer Universität mitzuerleben, teilzunehmen an Lehrveranstaltungen, sich mit studentischen Fachschaftsvertretern über Anforderungen und Inhalte von bestimmten Fächern, Berufsaussichten, Wohnbedingungen am Studienort etc. zu unterhalten, um so bereits frühzeitig Entscheidungsprozesse anzustoßen. Das Angebot der FH Wilhelmshaven, eine Art "Schnupperstudium" in den Herbstferien zu absolvieren, soll an dieser Stelle ebenfalls erwähnt werden. Seit 2001 besuchen die Lernenden der Jahrgangsstufe 11 den "Außerschulischen Lernort" in Wilhelmshaven. Diese vom Kultusministerium besonders geförderte Einrichtung, die sich weit über die Grenzen Wilhelmshavens einen Namen gemacht hat, ermöglicht den Schülerinnen und Schülern erste Einblicke in die Arbeit mit CAD/CAM, bzw. die Möglichkeit der Arbeit mit dem Programm SOLID EDGE (3-D-CAD) Wenn möglich, wird der Besuch des Lernortes in einen zeitlichen Zusammenhang mit der Betriebsbesichtigung bei der Fa. MCG (s.o.) gebracht, zumal dort mit dem gleichen CAD/CAM-Programm gearbeitet wird. Der CAD/CAM-Kurs zählt in der Sek II in Baden-Württemberg zur Auflagenverpflichtung im Unterrichtsfach "Technik". 3. Leistungsbewertung in den unterschiedlichen Schulstufen 3.1 Lernkontrollen und Leistungsbewertung in den Jahrgängen 8 - 10 Orientiert a den Rahmenrichtlinien und dem Beschluss der Fachkonferenz gibt es in der Sek I. bis zu drei schriftliche Lernkontrollen, die jeweils nicht länger als 45 Minuten dauern. Bereits in der Sek.I werden die Schüler auf die spezifische Art der Aufgabenstellung im Politikunterricht vorbereitet, d.h., die jeweils gestellten Aufgaben sind materialgebunden und in erster Linie Anwendungs- bzw. Transferleistungen. Reproduzierende Anteile können durchaus mit einbezogen werden, werden jedoch auch geringer gewichtet. Die Leistungsbewertung im Politikunterricht der Sek. I basiert im Wesentlichen auf der sog. Mitarbeit im Unterricht. Dazu zählen die aktive Beteiligung am Unterrichtsgespräch, (Kommunikations-, Argumentations- und Kooperationsfähigkeit), aber auch Referate, Stundenprotokolle, Einbringung von Materialien etc.. Die Fachkonferenz Politik hat hinsichtlich der Gewichtung der schriftlichen und "mündlichen" Leistung folgende Absprache getroffen: Die schriftlichen Leistungen gehen mit nicht mehr als 50%, die "mündlichen" Leistungen mit mindestens 50% in die Gesamtnote ein. Die Leistungsbewertung in der Sek.II ist vergleichbar mit der der Sek.I: Kommunikations-, Argumentations- und Kooperationsfähigkeit im Unterricht stehen neben der Beherrschung und Anwendung fachbezogener Kenntnisse, Fähigkeiten und Methodenkenntnissen im Vordergrund. 4. Methodentraining im Politikunterricht Ausgehend von der Überlegung, dass Unterrichtsmethoden im Politikunterricht nicht nur der Vermittlung von Inhalten dienen, sondern der Schlüssel sind, um optimale Bedingungen für die Begegnung von Lernenden und Inhalten herzustellen, legen die Mitglieder der FG Politik-Wirtschaft Wert auf die kenntnisreiche Anwendung einer Methodenvielfalt. Sich selbstständig und gezielt über Massenmedien und /oder neue Medien Informationen zu beschaffen, Texte und Bilder kritisch zu erschließen, Karikaturen zu interpretieren, Statistiken und Diagramme auszuwerten u.a.m. gehört zu den Fähigkeiten und Fertigkeiten, die die Lernenden im Fach Politik (und in anderen Fächern) beherrschen müssen. Die Fachgruppe Politik hat in diesem Zusammenhang verschiedene Methoden unter dem Begriff "Methodentraining" zusammengestellt, die zum jeweiligen Thema vervielfältigt den Schülerinnen und Schülern ausgehändigt werden. In einer Art Methodenportfolio sollen diese von den Lernenden gesammelt werden, um ihnen einen ständigen Zugriff auf fachspezifische Methoden zu ermöglichen. Farbige Blätter sollen die Schülerinnen und Schüler auf die besondere Funktion dieser Ausdrucke hinweisen. An einem schulischen Gesamtkonzept zum Thema "Methodentraining", wird zurzeit gearbeitet. Wilhelmshaven, im März 2008 Bernd Coldewey (OStR) (Fachobmann) |


